Hornissennest

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Schon bei den olympischen Spielen der Antike hat das mit der Friedenspflicht nicht so ganz hingehauen. Warum also bei den olympischen Spielen der Neuzeit?

Dummerweise hätte man wohl kein besseres Hornissennest finden können als der Konflikt in Georgien gegen die Südosseten.
Die Georgier sind den Osseten immer noch böse weil sie anfang des letzten Jahrhunderts auf seiten der Russen mit den Zaren gekämpft haben. Jetzt sind sie zwar seit 20 Jahren Quasi-Unabhängig aber nie international anerkannt worden.

Wer jetzt die Schnauze voll hatte und wem der Kragen geplatzt ist, ist nicht mehr ganz klar… Entweder wollte der Georgische Präsident für klare Verhältnisse sorgen oder er ist in eine Falle von Putin und Medwedew  gelaufen, die traditionell als Vertreter Russlands zu den Osseten halten. Und sich, wie schon oft in Tschetschenien demonstriert, knallhart um den Kaukasus kümmern.

Interessant wird das ganze, weil die Russen anfangen Gebiete außerhalb des Krisengebiets zu bomberdieren. „Zufälligerweise“ auch den Erdölhafen Georgiens am Schwarzen Meer. Und da kommt dann der Westen ins Spiel. Denn quer durch Georgien läuft eine der wichtigsten Pipelines. Vermeintlich weit genug weg vom Nahen und Mittleren Osten um da in Schwulitäten zu kommen und vermeintlich weit genug weg vom Einfluss Russlands.

Letzteren dürfte der westliche Engagement in Georgien gar nicht geschmeckt haben. Und erst recht nicht die amerikanischen Soldaten, die die Pipeline beschützen.

Ich für meinen Teil befürchte, dass das da unten eine ganz heiße Kiste wird und dem Ölpreis sicher nicht grad gut tun wird, jetzt wo er grad wieder sinkt. Von den Vorgaben hat das ganze auf jeden Fall Potential für einen dritten Weltkrieg. Vor allem aber für einen neuen heißen (Stellvertreter)krieg zwischen den Supermächten!

Ein Kommentar

  1. Madse sagt:

    Verdammt, ich bin immernoch total uninformiert dadrueber! Wo is die FAZ, wenn ich mal eine brauche…

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