Hin und wieder zurück

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Ich muss sagen, sowohl die Hin- als auch die Rückfahrt waren eher von der Sorte ungewöhnlich.

Weil die Spritpreise ja in letzter Zeit etwas geklettert sind, habe ich mich entschlossen, noch jemanden mitzunehmen. Ein leicht seltsamen Anruf und viele SMS später hatte ich dann zwei Mitfahrerinnen, die ich gleich mal vertrösten musste, weil es ab der alten Mainbrücke bis zum Bahnhof eigentlich nur noch im Stop-and-Go vorwärts ging. 10 Minuten zu spät am Bahnhof und die beiden eingesackt. Um warm zu werden, bei den Temperaturen, habe ich es mit ein bisschen Small-Talk versucht… Ob sie studieren und was denn. Da haben die beiden Mädels festgestellt, dass sie im gleichen Studiengang, im gleichen Semester und in der gleichen Vorlesung sind und ich irgendwie nie gesehen haben… ja, und das war dann auch schon das Highlight der Kommunikation. Ich hab mir wirklich Mühe gegeben:

  • Wie lange müsst ihr denn noch?
  • Was macht ihr denn nach dem Studium?
  • Was macht ihr am Wochenende?

usw.

Im Endeffekt habe ich mich dann doch lieber mit dem Radio unterhalten, weil das eher geantwortet hat. Nachdem sich Anke auch teilweise, unbegründet, am Griff festgeklammert hat, glaub ich fast dass es an meinem echt harmlosen fahrstil lag. Da bin ich schon schlimmer geheizt und wir haben trotz zweier Staus nur etwas mehr als drei stunden bis Chemnitz gebraucht.
Und da ich die beiden dann gleich auch noch an der Autobahnausfahrt rausschmeißen durfte, hat es mir den Weg über den Bahnhof erspart…. Dachte ich….

Aber nicht mit der Chemnitzer Polizei!
Zweispuriger Linksabbieger und ich hab mich gleich links eingeordnet, weil ich ja wusste dass ich kurz danach wieder links muss. Dummerweise fuhr kurz vor mir ein Polizeibulli auf die Kreuzung… oder besser: 4 Streifenwagen haben die Kreuzung in richtung meines Zielgebiets dicht gemacht. Eigentlich ganz einfach. Links ist zu und der Polizist deutet mir und dem Fahrer neben mir an, dass wir nach rechts fahren sollen. Aber auch nur eigentlich… Der Fahrer der Gelädewagens rechts neben mir war nämlich nicht so davon überzeugt, dass er jetzt rechts fahren soll statt links. Trotz des winkenden Polizisten. Ich war kurzzeitig versucht zu hupen oder einfach vor dem Geländewagen nach rechts zu ziehen… aber die Grüne Fraktion hat mich da etwas zögern lassen.
Irgendwann hat der gute Mann das dann gerafft und ich nach rechts abgebogen und ich über umwege doch noch zum Ziel gekommen. Es stimmt mich immer bedenklich wenn ich mich in einer fremden Stadt schon ohne Karte zurecht finde.

Für den Rückweg hatte ich mir keine Unterhalter an bord geholt weil ich ja nicht mehr durch Würzburg kam und so auch etwas flexibler war, was die Zeit angeht.
Aber ohne Tücken war das auch nicht…. irgendjemand muss über die letzten Tage in Motorsteuerungen die Beschleunigung verändert haben. Die wahrlich lange Beschleunigungsmöglichkeit von der Bundesstraße auf die A72 reichte für einen Megané grad mal aus um Tempo 80 zu erreichen. Ein Mercedes C 160 Kompressor hatte wohl sein Limit auf bei 110 erreicht und die Anzahl der Mittelspurschleicher verschärfte sich dadurch auf der A9 dass viele davon auch nur ein Vmax von 100 bis 110 hatten. Nein, ich bin nicht geheizt wie ein Blöder… ich war eigentlich sehr chillig mit 130 bis 140 unterwegs.
Der Spritpreis hatte also genau zwei Auswirkungen dieses Wochenende:

  • Es waren gefühlt weniger Leute unterwegs
  • Der Anteil der Verkehrshindernisse ist exponentiell gestiegen

Highlight war dann auf der B 26 ein 3,0 l TDI Audi Q7, dessen Höchstgeschwindigkeit wohl zwischen 70 und 80 lag! Grandios!

Positiv war auf jeden Fall, dass ich zwischen Chemnitz Süd und dem Kreuz Schweinfurt/Werneck nicht einmal schalten musste.

Die Highlights, die zwischen den zwei „Quasselstrippen“ und der Heimfahrt lag, werde ich dann in Kürze nachreichen!

2 Kommentare

  1. Julchen sagt:

    Je fetter das Auto desto älter die Fahrer mit Hut

  2. hazamel sagt:

    Komischerweise waren die alle noch gar nicht soooo alt

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