Heiter bis frostig – Der Arktis Plan

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Eigentlich war das Buch zu Silvester eine Notlösung. Meinen gegenwärtigen Quäl-Roman hatte ich in weiser Voraussicht zu Hause gelassen als ich meine Eltern besucht habe. Also musste ich mich im Bücherregal meiner Mama bedienen.

Getroffen hat es schlussendlich ein Buch von Robert Ludlum namens „Der Arktis Plan“. Eigentlich war das Buch gar nicht von meiner Mama sondern von meinem Opa aber das war dann weniger wichtig.

Im Buch geht es um einen russischen Bomber, der Mitte der 50er auf einer kleinen, kanadischen Arktis-Insel abstürzt oder notlandet. 50 Jahre später wird er von einem Forscherteam wiederentdeckt und den Russen ist das mehr als unrecht. Immerhin schlummern an Bord vermutlich noch 2 Tonnen des Milzbranderregers.

In aller Eile wird also ein Team aus amerikanischen Agenten und einem russischen Verbindungsoffizier zusammengestellt, die unter einem Vorwand untersuchen sollen ob sich die Kampfmittel noch an Bord befinden oder nicht.

Natürlich verrät keine der beiden Parteien ihr ganze Wissen und überraschenderweise mischt sich auch noch eine dritte Partei in diesen Wettlauf mit ein.

Die ersten 100 Seiten, in denen alle beteiligten Gruppen und Personen vorgestellt werden musste ich ganz schön beißen. All zu spannend ist das ganze nicht gerade und auch nach diesen 100 Seiten hatte ich nur eine vage Vorstellung davon wie die Charakterre aussehen. Besonders bei den weiblichen spielt das immer wieder eine Rolle und es wäre da schon nett gewesen ein etwas konkreteres Bild vor dem inneren Auge zu haben als das was ich im Buch geliefert bekam.

Die folgenden knapp 430 Seiten hatten es dann aber in sich. Am liebesten hätte ich das Buch dann gar nicht mehr aus der Hand gelegt. Leider musste ich es Montagfrüh um halb 4 nach 200 Seiten doch tun und konnte es dann nicht mehr erwarten weiterzulesen.

Auch wenn das Buch nicht mehr orginär von Robert Ludlum ist sondern scheinbar nur noch unter seinem Name verfasst wurde ist es doch spannend wie ein Kinofilm. Sehr verwunderlich dürfte das nicht sein. Immerhin ist Ludlum auch verantwortlich für die ersten drei Teile der auch verfilmten Reihe um Jason Bourne.

Für jemand der mit Tom Clancy was anfangen kann aber nicht so sehr auf den HighTech-Overhead steht dürfte das Buch passend sein. Man sollte aber weder großen Tiefgang erwarten noch überraschende Wendungen. Im Kino würde man das ganze einfach unter „Popcorn-Kino“ abtun. Unterhaltsam und gut für den Happen zwischendurch.

Deswegen

4 von 5 Eisbären

4 Kommentare

  1. Madse sagt:

    Ich wuerd deiner Bewertung zustimmen, auch wenn meine Kritik weniger den ersten 100 Seiten als vielmehr den stereotypen Charakteren gilt.

  2. klaus sagt:

    hm klingt fast wie Alistair MacLeans Eisstation Zebra, zumindest musste ich da grade drann denken nach Deiner ersten Einleitung… mal sehen obs das noch irgendwo gibt, hört sich jedenfalls nicht schlecht an. Aber ich hab doch immer zu wenig Zeit zum lesen… ich hab schon zwei Tage für Katinka Buddenkottes „Ich hatte sie alle“ gebraucht. Auch empfehlenswert, wenn auch mit wenig Tiefgang, dafür lustige Lektüre. Wer richtig ablachen will und felidial geprägt ist, dem empfehle ich „Schmitz Katze“ von Ralf Schmitz 🙂

  3. hazamel sagt:

    @matze: Jap, die Charaktere waren schon sehr eindeutig. USA gut, Russland böse. Aber selbst das ist bei Tom Clancy ganz selten anders. Und wenn, dann haben die Russen gemerkt dass sie böse sind und wollen unbedingt gut werden und Amerikaner werden 😉

  4. Tala sagt:

    m Anfabg die Vorstellung der Personen. Dann gehts los.
    Ein tolles Buch, das ihr unbedingt mal lesen müsst.

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