Gelbe Gefahr

on

Lesezeit ~ 1 Minuten

Es ist mal wieder so weit. Jeder der mit Fenstern oder seinem Auto zu tun hat, weiß was gemeint ist: Massive Verbreitung gelben Fallouts in der Natur.

Da ich auch zu den Opfern selbigen gehöre und meine Dosis an Überlebenshilfsmitteln schon weg ist, musste ich Samstag notgedrungen eine Apotheke aufsuchen.

Gut, die Suche war etwas eigenwillig… Man nehme die Galerie Roter Turm, bleibe auf Ergeschossniveau, drehe eine Runde durchs Atrium und luge nur vorsichtig in die abzweigenden Seitengänge. Mein Suchwille war definitiv da, aber nicht so stark ausgeprägt, da das eigentliche Ziel eher die Kaffeebar war um mich mit einem leckern To-Go zu versorgen.

Milde belächelt von meiner besseren Hälfte und mit einem riesigen Kaffee mit noch riesigerer Sahnehaube, zumindest bis ich die Apotheke betrat und den Becher in der fürsorglichen Obhut meiner besseren Hälfte beließ, wurde mir dann doch noch der Weg zur Apotheke gewiesen.

Die Erfahrung in der Apotheke war dann so ein bisschen das was einem die Werbung immer suggerieren möchte warum man einen Full-HD-Fernseher braucht:

Die Apothekerin (oder was auch immer da arbeitet) sah von der Tür aus besehen noch ganz gut aus.  Je näher ich ihr aber kam, desto hochauflösender wurde das Bild… Und nein, es wurde nicht besser. Die junge Dame musste am Morgen wohl Kopf voran in eine Puderdose gefallen sein. Da hat nichts geglänzt und jeder Stuckateur hätte seine Freude gehabt.

Sie war es auch, die mir dann ein bisschen das Gefühl gegeben hat als wäre ich radioaktiv verseucht. Da hat schon der Hinweis

Waschen Sie sich abends die Haare, damit der Staub rauskommt und Sie dann besser schlafen können.

gereicht. Irgendwie kam mir dabei sofort das Bild einer Dekontaminationsstelle in den Kopf mit anschließendem verbrennen der Kleidung.

Wenn ich also in den nächsten Tagen gelb-grün leuchte, dann habe ich Abends vergessen mich zu duschen!