Ge(h) ma‘ nach Hause

on

Lesezeit ~ 0 Minuten

Man mag ja von der GEMA halten was man will und ihr Tarifmodell auch für ein bisschen seltsam halten. Aber schöner als in einem Spiegel-Interview kann man sich als Chef der GEMA glaub ich in den ersten Sätzen nicht disqualifizieren:

SPIEGEL ONLINE: Herr Heker, als YouTube vor rund einem Jahr von sich aus Musikvideos sperren lassen wollte, nannten Sie das im SPIEGEL-Interview eine unfaire Maßnahme, um „Druck auf die Urheber auszuüben“. Jetzt will die Gema ihrerseits das Gleiche machen und bei YouTube etwa 600 Titel sperren lassen. Wie passt das zusammen?

Heker: Das ist eine völlig andere Situation. […] Wir haben YouTube mitgeteilt, dass wir die Verhandlungen abgebrochen haben. Insofern ist das völlig in Ordnung.

Spiegel-Online vom 10.05.2010

Man merkt, der GEMA geht es hier nur um das Wohl der Künstler 😉

Irgendwie erinnert mich die Argumentationskette ein bisschen an eine Diskussion zwischen Mann und Frau, wo es auch immer was anderes ist, wenn er/sie das macht.

Immerhin haben die Künstler damals kein Geld bekommen weil Google die Videos gesperrt hat. Jetzt ist das ganz anders! Das Ergebnis, dass die Künstler über diesen Kanal kein Geld bekommen bleibt zwar gleich, aber jetzt hat es ja die GEMA, also die Guten, es ja so gewollt.

Also ist das vollkommen ok… für die GEMA. Wen interessieren schon die Künstler 😉