Eine Zensur findet nicht statt!

on

Na, da haben wir es doch schon… Unser Wahnsinnigen im Dienste des Staates und eines Volkes, das mir in unserem Land nicht nicht begegnet ist waren doch schneller als ich dachte und zeigen mal wieder eines

Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern!

Der KiPo-Lachnummern-Filter, Feigenblatt einer Regierung der der Begriff „Browser“ schon ein Fremdwort ist, hat nicht mal eine Woche gebraucht um um den ersten Gedanken zu spinnen, wie man das ganze zweckentfremden kann:

Scheinbar hat man langsam auch in der Regierung kapiert, dass man sich in der EU befindet und dort freier Warenverkehr herrscht (Hat ja auch gar nicht so lange gebraucht…). Weil man aber die Waren aus befreundeten Nachbarstaaten nicht mag, baut man die Grenze scheinbar grad wieder auf… Virtuell zumindest.

Der namhaften deutschen Zensurbehörde BPjM ist es nämlich ein Dorn im Auge, dass man in Österreich einfach so unzensiert Spiele bestellen kann, die in Deutschland verboten sind oder nur verkrüppelt in den Handel kommen. Außerdem findet man es doof, dass sich die Österreicher nicht an deutsche Gesetze halten wollen und auf ihrer österreichischen Seite damit werben, dass bestimmte Spiele jetzt auf dem Index stehen. Deswegen will man jetzt gleich so böse Shops wie Gameware.at auf den Index setzen.

Beim Schreiben frage ich mich gerade, ob manch einer in Deutschland noch nicht mitbekommen hat, dass Österreich nicht mehr zu Deutschland gehört…

Wie dem auch sei, der erste CDU-Politiker, namentlich Herr Thomas Strobl aus Heilbronn, findet das ganze EU-Gedöns auch so doof, dass er schreit „Die (virtuelle) Mauer muss wieder her“ und damit der CDU wahrscheinlich für die kommende Bundestagswahl wieder ein paar Wähler abspänstig macht. Diesmal in der unrellevanten Zielgruppe derer, die der Meinung sind, dass sie mit der volljährigkeit auch das Recht hätten, vollwertige Spiele zu spielen. Auch so kann man Stimmen vernichten.

Was will er? – Das will er:

Für die betroffenen österreichischen Händler bedeutet die Indizierung, dass der Name der Shops in Deutschland nicht mehr genannt und dieser entsprechend nicht mehr beworben werden darf. Die Websites bleiben jedoch weiterhin zugänglich. Allerdings wollen Politiker das verschärfen: Nach der Verabschiedung der Internetsperren hat der baden-württembergische CDU-Politiker Thomas Strobl gefordert, auch den Zugang zu gewalthaltigen Spielen im Internet zu sperren. Sollte er sich durchsetzen, würde eine Indizierung wohl einer – technisch allerdings leicht zu umgehenden – Sperrung des Zugangs zu Angeboten wie Gameware bedeuten.

Quelle: Golem

Und damit es ja keiner vergisst: OpenDNS und Gameware.at für ungeschnittene, indexbeworbene, in Deutschland gar nicht veröffentlichte Spiele!

2 Kommentare

  1. Verena sagt:

    Das ist lächerlich! Man sollte sich erstmal darum kümmern, was tagsüber (Stichwort: Kinder- und Jugendschutz) so im Fernsehen läuft und zu sehen ist und was dort vielleicht besser nicht zu sehen wäre, bevor man die Freizeitbeschäftigungen von Erwachsenen (!) zensieren und indizieren will. Demnächst darf man dann vielleicht auch nur noch im Dunkeln ficken – auch die Lust an Sex könnte immerhin schädlich sein, wenn man das heimische Bett und die nette Dame im Büro verwechselt. Und über gesunden Menschenverstand darf man solche Sachen scheinbar nicht mehr regulieren. Wo leben wir eigentlich?

  2. wo wir leben?
    sag mal so: Tacka-Tucka Land ist schon weiter wie wir, bzw unsere Volksvertreter …..

Kommentare sind geschlossen.