Daten in den Schmutz!

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Ich bin ja schon ne ganze Weile bei Twitter unterwegs… So lange, dass damals noch Twitter von den konventionellen Medien gebasht wurde, die es mittlerweile selber nutzen um ihre Nachrichten zu vertreiben und zu verlinken.

Mit der zugenommenen Popularität von Twitter sind auch die Seuchen aus den anderen Messengern rüberschwappt: Exploits, nervige Follower (ironischerweise haben die abgenommen, je populärer Twitter wurde) und Seiten, die bei Messengern wohl unter “Fishing” fallen würden.

Ich finde es immer wieder faszinierend, wie mancher Twitterer scheinbar recht sorglos mit seinen Account-Daten umgeht: man nehme mehrere Fomularseiten, ein Pseudo-Quiz/Psychotest, und biete am Ende an, das Ergebnis per Twitter-Api zu propagieren. Natürlich erst nachdem man seinen Benutzname/Passwort bekanntgegeben hat. Gerne auch erst Benutzername/Passwort und dann erst das Quiz, was ich bis jetzt den Gipfel der Dreistigkeit fand.

Ist die Argumentation in solchen Fällen “Ist doch nur mein Twitteraccount” oder welche Logik greift da? Würde jemand nach E-Mail, Messenger, SocialCommunity-Daten fragen, wären diejenigen dann genauso sorglos?

Wenn man dann nach Sinn oder Unsinn solcher Seiten fragt, bekommt man keine sinnvolle Antwort sondern lediglich die Brocken “zur Bestätigung” hingeworfen.

Antwortet man dann pointiert

Für den Betreiber, dass es genügend dumme gibt, die irgendwem Benutzername/Passwort in den Rachen schmeißen?

ist man gleich ein Unsympath. Ja, so schnell geht das.

Wie schon gesagt, ich frage mich wie viele derjenigen die sich mit LoLQuiz, Twittascope und wie sie alle heißen zum Spammer machen lassen öffentlich nach besserem Datenschutz schreien und gegen Vorratsdatenspeicherung, Stoppschilder oder ähnliches sind.

Ein Kommentar

  1. Verena sagt:

    Manchmal ist es faszinierend, wie sehr unsere zugeknöpfte und misstrauische Gesellschaft dazu neigt, ihr kleines Exhibistionisten-Mäntelchen sofort aufzureissen, wenn sie das Internet betritt. Während man es tagsüber als unangebracht empfindet, an den Umfragen auf den großen Einkaufsstraßen teilzunehmen oder beim Supermarkt-Meinungsquiz mitzumachen – man könnte ja die kostbaren Daten preisgeben – und sich am Besten noch über Payback mokiert, steuert man abends per DSL intuitiv auf die größtmögliche Verbreitung der eigenen Daten und Intimsphäre zu. Natürlich ist es aber ungemein borniert, das bei Betroffenen anzusprechen – harhar. In naher Zukunft wird Datenschutz dann wahrscheinlich als Backstein verkauft, mittels welchem man gefährdeten Usern die Finger bricht.

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