Das erste Mal – LaBrassBanda in den Posthallen

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Kurz vor knapp, am Dienstag um halb 5, also 3 Stunden vor Einlass, war klar, dass die Posthallen in Würzburg, nicht mehr der gefährlichste Ort Würzburgs sind, sondern wieder Konzerte veranstalten dürfen.

LaBrassBanda selber hatte mir das zwar schon fast eine Woche zuvor per Twitter zugesichert, aber woher die ihr Wissen genommen haben, kann ich nicht sagen.

Außer, dass es tierisch warm war in der Halle und der Einlass sich um ein paar Minuten verzögert hat, gibt es über das Konzert musikalisch nicht viel außerordentlich Berichtenswertes, außer dass es grandios war und die Stimmung der 3500 Besucher sich auch nicht vor der von „großen“ Bands verstecken muss. Angeheizt wurde mit der Band „Die Ziehgäuner“ aus dem bayrischen Wald

Interessanter sind da eher schon die Randerscheiungen rund um das Konzert. Für mich, als erstmaligen Besucher der Posthallen aber sonst auch schon konzerterprobtem Besucher war es doch ein bisschen überraschend, über ein Treppenhaus in die Veranstaltungshalle im ersten Stock zu kommen. Und ja, diesen Weg haben alle 3500 Besucher genommen. Es gab nämlich nur dort einen Einlass.

Mir war das ein paar Wochen zuvor schon aufgefallen, als wir nach dem Stadtfest noch im Immerhin waren. Dort geht es eine baugleiche Treppe ein Stockwerk nach unten. Im Rückblick auf die Vorkommnisse bei der Loveparade hat ein solches Nadelöhr doch ein gewisses „G’schmäckle“. Beim Einlass weniger das Problem aber dann wenn was ist oder eben nach dem Konzert schon ein harte Sache…
Allerdings muss man auch sagen, dass der Veranstalter schnell reagiert hat und recht zeitnah nach dem Konzert drauf hingewiesen hat, dass man „jetzt“ auch den Ausgang im hinteren Teil der Halle (Doppeltür, ebenerdiger Ausgang mit breiter Rampe) geöffnet hätte.
Aber, ganz ehrlich, ich möchte da nicht drin sein, wenn was sein sollte.

Das zweite war eher eine Kuriosität am Rande, die mir vor ein paar Wochen wahrscheinlich noch nicht passiert wäre und zeigt, dass ich wohl ein bisschen viel Kontakt mit einer Person habe und deren Feder etwas zu sehr verfolge. Zumindest konnte ich das Modelable der Dame vor mir an der Bar an Hand des Logos zielsicher identifizieren

Oh, ein T-Shirt von Armed Angels

Vor ein paar Wochen wäre die Reaktion auf das aufgenähte Logo am Kragen wohl noch gewesen

Na, ganz groß… das Logo sieht ja schon ein bisschen billig aus!

Ich bin verdorben…

Verwundert war ich auch über den gefühlt hohen Kiddie-Faktor beim Konzert. Aber mei… Es gibt durchaus auch schlimmere Sachen als zwei Stunden mit drei jungen Mädels auf anderthalb Quadratmetern zusammengepfercht zu sein. 😉 Der Grund dafür war untere anderem die ausgelassene, nicht ganz nüchterne Pogorunde vor der Bühne.

„Nicht ganz nüchtern“ ist übrigens ein nettes Stichwort für den letzten „Verwunderer“ des Abends. Wie ich erfahren habe, war bei letzten Konzert in der Posthalle Anfang des Jahres schon eine nette Pogorunde beisammen. Nicht so heftig wie dieses Mal aber doch vorhanden.
Und wer in den letzten Jahren mal auf irgendeinem Fußballspiel oder Konzert war, weiß, dass es dort nur noch Getränke in Plastikbechern oder -flaschen gibt. Wenn ich recht drüber nachdenke… Ich kann mich auch nicht an Flaschen erinnern. Letztes Jahr bei den Hosen und auch bei Robbie Williams (was wirklich kein Pogo-Clientel ist) gab es Wasser, Bier und Cola nur aus dem Plastikbecher.

Nicht in der Posthalle… Cola und Bier in Glasflaschen und Weizen aus dem Glas. Grad zum Ende Konzerts gab es ein paar Situationen in denen ich doch damit gerechnet habe, dass irgendwer demnächst ein Weizenglas am Rande der Pogo-Hölle ins Gesicht oder den Hals gerammt bekommt. Mag gut gemeint sein, aber aus meiner Sicht ein No-Go! Da kann der Veranstalter und Betreiber nicht auf die Vernunft der Konzertbesucher hoffen, dass diese mit ihren Gläsern nur am Rand stehen bleiben.

Aber sonst… ein gelungenes Konzert!

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