Call of Duty 4

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…oder 7 Stunden interaktiver Film.

Mit CoD4 verlässt Infinity Ward die ausgetretenen Pfade des zweiten Weltkrieg und schickt den Spieler in die nahe Zukunft. Die Welt wird mal wieder von Terroristen bedroht und der Spieler muss sie retten. Und wie üblich in der Call of Duty-Serie herrscht Schizophrenie. Ihr spielt zum einen einen SAS-Soldaten und zum anderen einen Ranger.
Der Unterschied liegt hierbei nicht nur in der Ausrüstung sondern auch im Vorgehen. Während die SAS mehr schleichen, spielt sich der US-Part mehr wie Haudrauf.

Zur Story:

Ein irrer Terrorist hat eine Atomwaffe in seine Gewalt gebracht und es ist am Spieler schlimmeres zu verhindern. Die alte Leier nunmal wie so oft.
Der Unterschied zu den vorherigen CoD-Teilen ist, dass hier das erste Mal eine wirklich ineinander verwobene Story erzählt wird… Inklusive reinen interaktiven Spielfilm-Sequenzen.

Zur Steuerung:

Hallo?! Was muss ich zur Steuerung sagen? Es ist ein Ego-Shooter… das ist ja wohl selbsterklärend..

Was macht CoD4 dann so besonders?
Einfache Antwort:

Die Grafik! Kostprobe gefällig?

Schleichen in Tschernobyl:

Unterstützung von oben:

Und schließlich: Der Anflug auf eine arabische Stadt, in der sich der Oberterrorist verschanzt haben soll:

Wer sich hierbei an Filme wie Black Hawk Down erinnert, liegt durchaus richtig. Sicherlich hat Infinity Ward das Rad mit diesem Shooter nicht neu erfunden. Aber sie schaffen es in der, recht kurzen, Kampagne eine sehr dichte Atmosphäre zu schaffen.
Besonders intensiv ist diese meiner Meinung nach, wenn es draum geht, einen Punkt zu halten oder das eigene virtuelle Leben gegen eine Übermacht von Gegnern zu verteidigen. Und zugleich zählen diese Moment auch zu den nervigsten. Hunderte von Gegnern, die man bis zu einem Zeitpunkt X in Schach halten muss. Was ich leider auch etwas nervig empfunden habe, ist das Wegpunkt-System.
Im Klartext: Es kommen so lange neue Gegner bis der Spieler Punkt X überschritten hat. Das kann durchaus dazu führen dass man Harakiri losrennt nur um die Gegnermassen zu stoppen. 😉 Keine gute Idee. Selbst auf dem zweiten von vier Schwierigkeitsgraden sind die Gegner schon kein Pappenstiel mehr.

Technik:
Ein ganz neuer Punkt! In Zeiten von Hardwarehunger-TechDemo Crysis kommt CoD4 sehr bescheiden daher und schafft es auch auf einem Athlon64 3200+ mit einer 6600 GT gut auszusehen. Löblich! Der Grund liegt wohl darin, dass die alte CoD2-Engine verwendet wurde.

Fazit:
Tolles, sehr dichtes Spiel… Sicher nicht die ultimative Neuerung, aber auf Grund der Spielgeschwindigkeit sehr fesselnd…. Leider auch etwas zu fesselnd, weil die 7 Stunden sind ruckzuck durch und der Abspann flimmert über den Bildschirm… Den sollte man übrigens laufen lassen. Wie bei manchen Kinofilmen kann sich das durchaus lohnen!

4,5 von 5 Kugeln

Update:

Die Screenshots sind natürlich nicht mit dem A64 3200+ und der 66GT gemacht 😉