Blogosophie – Teil 2: Der Draft

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Der Draft oder Entwurf ist in der Bloggerei meistens nicht mehr als ein digitaler Schmierzettel. Ein paar flüchtige Gedanken, die es aber noch nicht schaffen bei den großen Posts mitzuspielen. Deswegen müssen sie, wie guter Wein, erst noch eine Runde in den Keller. Entweder um dort zu verstauben und zu vermodern und eines Tages dann doch den Weg allen irdischen zu gehen oder um noch eine Runde zu reifen und dann als leicht überarbeitete Version als Perle zu erstrahlen und den Glanz des Blogs zu mehren.

Manchmal, in ganz seltenen Fällen, ist ein Draft aber mehr als der digitale Schmierzettel. Manchmal sind Drafts das was in einem persönlichen Blog vielleicht wirklich interessant wäre: Gedanken und Gefühle wie sie ungefilterter nicht sein könnten. Hingekotzt und rausgerotzt um sie aus seinem Kopf zu bekommen.

Wenn man sich aber dann derart erleichtert hat, kommen einem schon die ersten Zweifel ob es nicht vielleicht doch zu privat ist und ob das dann vielleicht nicht doch jemand liest, der das gar nicht lesen soll. Und somit wandert der Draft dann doch in den Keller oder direkt in die Tonne.

Wenn die Entwürfe wiederkommen würde und erzählen würden, was ihnen anvertraut wurde, würde man den einen oder anderen sicher mit anderen Augen sehen….

Ein Kommentar

  1. Madse sagt:

    Bei mir Drafts nur auf Papier, leider hauptsaechlich in irgendwelchen Heftern, sodass meine besten Gedanken einfach verloren gehen, aber manchmal, wenns mit Content grade eh ein bisschen duenne ist, dann schafft es auch mal ein Schmierzettel ins Netz 😀

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