Abgefahren

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Das Rote Kreuz hat es, die Johanniter haben es auch, sogar die Air Force hat damit vor Jahren schon Werbung gemacht. Der ASB in Würzburg hat es nicht… Und das mit gutem Grund. Die berühmten „How’s my driving?“ -Schilder auf den Büschen, die Kinder und Essen durch die Gegend karren.

Da meine Wirkungsstätte in der Nähe der Gehörlosenschule liegt, liege ich auch direkt auf dem Weg der ASB-Kindertaxis. Und nein, das ist KEIN Vorteil. Hätten die nämlich ein „How’s my driving“-Schild mit einer 0800er Nummer auf der Rückseite, wie die anderen, dann würde dort das Telefon nicht mehr stillstehen.

Wären es nur Jungspunde, die das eben mal für ein paar Monate machen, dann hätte ich ja noch ein Hauch von Verständnis… aber das ist es eben nicht nur. Nein, es sich auch Frauen und Männer im mittleren bis fortgeschrittenen Alter sind und einen sehr vorbildlichen Fahrstil an den Tag legen:

  • Einsatz des Blinkers beim Spurwechsel und Überholen wird überschätzt. Wenn dann nur um dem Fahrzeug, dass sich meist noch im Wirkungsbereich des Kleinbusses befinden zu signalisieren, dass dieser schonmal seine Versicherung anrufen sollte, weil er gleich eine Beule im Kotflügel hat
  • Der Einsatz des Rückspiegels oder die Benutzung des Halses um den Kopf zu drehen, wird in den gleichen Situationen auch nur äußerst ungern benutzt
  • 50 innerorts ist nur eine sehr grobe Richtgeschwindigkeit… Stattdessen kann man sich in schnellem Tempo auf der Fahrt den Heuchelhofberg hinunter auch schonmal ein Rennen mit dem Kollegen liefern.
  • Warum sollte man sich, wie die anderen Verkehrsteilnehmer auf der Rechts-/Geradesausspur anstellen, wenn man auf der Linksabbiegerspur bis zur Ampel vorpreschen kann um dann den Blinker nach rechts zu setzen und den dort stehenden Autofahrern noch einen Vogel zu zeigen, weil sie einen jetzt nicht einfach so bereitwillig einscheren lassen.
  • Wie schon gesagt, eingeschert wird ohne Rücksicht auf Verluste. Egal ob das andere Auto bremsen muss und es dann fast zu einem Auffahrunfall kommt

Stellt sich mir also die Frage, ob die Fahrer der ASB-Kinderbusse ihren Führerschein nur im Lotto gewonnen haben oder wirklich irgendwann mal einen Kurs zur Personenbeförderung gemacht haben. Ich würde mir ja einen Ast freuen wenn die Polizei mal gezielt die Wahnsinnigen am Heuchelhofberg aus dem Verkehr zieht Nachmittags um 4. Oder eben ein „How’s my driving?“ Schild auf die Rückseite klebt…

3 Kommentare

  1. Rööö sagt:

    Ich könnte jetzt einen Monolog halten.
    Ich mach es aber nicht. 😉
    Ich könnte jetzt einen Link auf die Kategorie „ASB“ in meinem Blog setzen.
    Ich mach es aber nicht. 😉

    Merk dir die Autonummer, ruf die 25077-10, -11, oder -12 an und beschwer dich.

    Ich kann nur sagen, dass die Rentner wirklich meist die schlimmeren Fahrer sind… 🙂

  2. hazamel sagt:

    -ggg- Verstehe… nein ich werde es auch nicht verlinken 😉 Soll jeder selber suchen.
    Vielleicht sollte ich mal ne Woche sammeln und ne Mail schicken. Das lohnt sich dann eher

  3. Phil sagt:

    Als Ex-ASBler kann ich mich Rööö nur anschließen: die Rentner sind die schlimmsten. Allerdings bei jedem Hilfsdienst…

    Andererseits müssen die internen Bedeutungen für die Kürzel ja auch irgendeinen Grund habe:
    DRK – Durchs Retten Krepiert
    BRK – Beim Retten Krepiert
    DLRG – Durch Leichen Reich geworden / Durch Langsames Retten gestorben
    JUH (Johanniter)- Jund Und Hilfslos
    MHD (Malteser) – MatratzenHochDienst
    ASB – Aktion Sex und Blaulicht / Aktive Sterbehilfe Bayern

    Btw: Wie nennt man die Zusammenarbeit von DLRG und ASB?
    Durch Langsames Retten Gestorben Aber Sauber Beerdigt 😉

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