Abenteuer-Wochenende!

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Mir war langweilig…. zumindest könnte man das meinen!

Statt mein Wochenende damit zu verbringen sinnlos vor dem Fernseher zu gammeln, bin ich lieber zu einer Freundin gefahren um deren Rechner zu retten. Im Gepäck eine externe Festplatte um Daten zu retten bevor ich neu installiere und allerlei Tools, auf die ich aus Erfahrung nicht mehr verzichte, wenn ich einen Rechner neu aufsetze.
Allein die Anreise fällt schon unter Abenteuer… oder besser: Etappenweises Anreisen. Spaßiger Weise hatten wir beschlossen die Kinokarten für Freitag lieber für 23 statt für 20 Uhr zu reservieren… Um mehr Zeit für den Rechner zu haben und einen eventuellen Stau kompensieren zu müssen. Dass ich den einen geplanten Stau dann schon in Würzburg hatte war so nicht geplant. Danke an dieser Stelle nochmal an die ADAC-Seite: „Auf der von Ihnen ausgewählten Route gibt es keine Staus und keine Baustellen“. Die Baustellen-bedingte Sperrung der B19, die Baustelle am Tunnel „Schwarzer Berg“ sowie die 14 km Baustelle vor Chemnitz muss ich mir echt eingebildet haben. Oder sie sind erst entstanden nachdem ich losgefahren bin.
Wie gesagt, aus dem einen geplanten Stau wurden dann 4 und das ist schon ne Leistung auf ner Strecke von unter 300 km… Sowas hab ich weder auf dem Weg nach Dortmund mal erlebt noch auf dem Weg nach Paderborn. Ich hab dann auch nur über viereinhalb Stunden gebraucht.
Aber wer denkt, dass da Ende des Abenteuers war… Weit gefehlt! Danach schlug die weibliche Logik zu:
Den Fehler zu machen, den Ordner „Eigene Dateien“ in die gleiche Partition zu legen wie das System ist ja noch verzeihlich. Wir (Ein Kollege per ICQ und ich) haben uns dann nach Kräften bemüht via Knoppix den wichtigen Ordner auf besagte externe Festplatte zu kopieren. Nach über einer Stunde vergeblichem Versuchens kam dann ganz Nebenbei von der Besitzerin: „Wenns nicht klappt, dann ist das auch nicht schlimm. Dann kannste den löschen… So wichtig ist der nicht. Muss ich mir meine MSN-Avatare neu zusammensuchen.“ Wuuuuuuuuuuuuusaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa….. „Ich kann also die Platte formatieren und Windows neu aufsetzen?“ – „Ja…“
Der Rest war dann Routine, wobei ich mich doch gewundert hab, warum der Rechner dann teilweise so lange braucht. Ein Blick in die Eigenschaften, fragen brachte nur Schulterzucken, zeigte mir, dass Windows XP sich grad mit 195 MB RAM begnügen muss… der Rest ging an die On-Board-Shared-GraKa! Gut, einfach Lösung: Rätst ihr dass es ne lebensverlängernde Maßnahme ist, wenn sie ihrem Rechner noch einen Riegel schenkt.
Taschenlampe an, sicherheitshalber in den Rechner geschaut….
Taschenlampe aus…
Taschenlampe an…
Überlegt…
Meine DDR-Riegel sehen anders aus…
Überlegt…
Das könnte SD-RAM sein…
Auftauchen…
Gedanken verwerfen… Es läuft ja und sie ist glücklich!

Fortsetzung fand das Abenteuer dann am Dresdner Hauptbahnhof am Abend danach! Zug verpasst. Und zum warten mit einem Kaffee in den Burger King verzogen. Und wer da schon mal war, weiß, dass man von oben genau sieht wer alles kommt und geht… in diesem Fall kamen erst ein paar in modischem Grün und Helm am Gürtel, dann ein paar viele in modischem schwarz-gelb und dem sympathischen Schriftzug „Ultras“ auf der Brust und dann wieder ein paar in Grün… aus Richtung des Bahnsteigs wo unser Zug fahren sollte…. Bis zum Bahnsteig sind wir aber fast nicht gekommen, weil am Bahnsteig gleich wieder ein kleines Grüppchen von ca. 20 Damen und Herren in schickem Grün (Gildenwams?!) standen… und als wir uns da durchgeschoben hatten, stellte meine Begleitung fest, dass das der falsche Bahnsteig ist!
Hab ich schon gesagt, dass ich auf solche Abenteuer steh? Und DIESE Grünen (okay, die waren schwarz und nicht grün damals) sind mir unsympathisch, seit mich eine ganze Horde in München fast mal im Laufschritt umgerannt hätte als ich nichtsahnend in der Fußgängerzone um die Ecke gebogen bin!

Das Ende des Abenteuers war dann die Heimfahrt… Keine Staus…. aber hochalpiner Winter mit dicken Flocken zwischen Plauen und Hof… und kaum fährt man in Bayreuth auf die andere Autobahn, ist die Straße knochentrocken! SO werde ich mich auf jeden Fall nie mit der Strecke anfreunden!