A-Team auf den Mond

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Ich muss ja noch mal fix zwei Filme nachreichen, die ich in der letzten Zeit konsumiert habe.

Um mir den Höhepunkt nicht zu versauen, fange ich einfach mit dem schlechteren der Beiden an.

A-Team

Juhu… Ein Remake… Wie schon vorab zu lesen war, hat sich am Drehbuch des Films in den letzten mindestens 10 Jahren nichts getan. Leider hat man das auch sehr gemerkt.

Worum ging’s?

Naja, das aus dem Fernsehen bekannte A-Team und wie es, nach Meinung der Drehbuchschreiber (theoretisch) entstanden ist.

Was ist bei rausgekommen?

Nix gutes… Das ganze ist leider nicht mehr geworden als ein lauwarmer Versuch, die Kultserie der Achtziger für die Turnschuh-Generation um die 16 Jahre wiederzubeleben, die das A-Team nur von RTL und RTLII kennen.

Die Generation, die das A-Team noch von der Erstausstrahlung in der ARD kennt, wird wahrscheinlich mit Abscheu abgewendet haben, was da passiert ist. Immerhin weiß dort jeder, dass das A-Team eine vierköpfige Spezialeinheit in Vietnam (einem A-Team halt) war, welche wegen eines angeblichen Banküberfalls gesucht und gejagt wurde.

Weil die Meisten der angesprochenen Zielgruppen-Generation mit dem Vietnamkrieg wahrscheinlich so gar nix anfangen können, musste das ganze Setting und Zusammentreffen der Charaktere eben verändert werden. Ab in die Gegenwart, ab in den Irak… Und nein, wir lassen den Zuschauer auch nicht im unklaren ob sie’s getan haben oder nicht, sondern zeigen dem Zuschauer was da im Irak so abgeht.

Und weil das noch nicht genug war, das Setting zu verändern, ändern wir auch gleich noch die Philosophie: Es sterben Menschen. In der Serie undenkbar, da wurde immer nur KO geschlagen aber im Film dann doch. Meiner Meinung nach ein No-Go was das A-Team angeht… Demontage vom feinsten.

Wenn es den Machern ernst gewesen wäre mit einem A-Team Film in dieser Art, hätte man wohl besser, wie bei Mission: Impossible, die Mitglieder mehr oder weniger rühmlich abtreten lassen sollen und das Zepter an die nächste Generation übergeben sollen.

So ist es nichts mehr geworden als ein eher lauer Action-Film, der einen großen Namen trägt.

1 von 5 Generalssternen

Kommen wir also zum besseren Erlebnis…

Moon

Einer der Filme, die mal wieder nicht in den Multiplex-Ketten dieser Welt laufen, sondern eher im Programm- und Kunstkino. Kino zum mit- und nachdenken. Leider gibt’s in Würzburg ja kein Kino zum mit- und nachdenken mehr, weshalb man dafür, wie schon bei A serious man ins Umland nach Ochsenfurt ausweichen muss. Und selbst da der Film erst um halb 10 kam.

Um was geht’s?

In nicht all zu ferner Zukunft hat die Menschheit entdeckt, dass sie Energiepolitisch auf den falschen Planeten gesetzt hat und dass man auf dem Mond Helium3 gewinnen kann für wirklich saubere Energie.

Irgendwer muss natürlich auch da auf die Harvester aufpassen… So kommt alle 3 Jahre jemand von der Erde auf den Mond zur Ablösung und um sich die nächsten drei Jahre mit den Robotern da zu unterhalten.

Sam ist gerade neu auf dem Mondd und schon lässt ihn der Computer nicht raus… Als er es mit List und Tücke doch schafft, findet er den Grund warum ein Harvester nicht läuft. Und in gewisser Weise findet er dabei auch zu sich selber…

Wie war’s?

Moon ist ein sehr ruhiger Film, der ohne viel Action oder einen spektakulären Soundtrack auskommt. Durch das Aussehen der Raumstation und die omnipräsente Anwesenheit des Computers, wirkt der Film sehr ähnlich wie 2001.

Wie schon erwähnt, ist Moon kein Film bei dem man sich einfach so berieseln lässt, sondern viel mehr ein Film zum mit- und nachdenken. Nachdenken über Menschenrechte, das Recht auf Leben und in wie weit technische Entwicklungen moralisch vertretbar sind.

Deswegen

5 von 5 Mondsteinen